Pressegespräch am 06. Februar 2018 mit Markus Frank

Hier drei Artikel in der FNP und der FAZ  zum TBF-Pressegespräch mit Markus Frank am

6.Februar und die Folien von der Veranstaltung (am Ende)

FAZ 07022018

Hier eine Kopie des Artikels in der FNP

Wer sich engagiert, wird unterstützt

Der Abriss der Tennis-Anlage auf dem Stadiongelände löste unterschiedliche Reaktionen aus. Die Stadt versprach den Frankfurter Tennis-Vereinen Ersatz. Die Engagierten unter ihnen werden am Ende nun die Gewinner sein.

VON MICHAEL LÖFFLER

Frankfurt. Es war schon ein Schock für die Tennisspieler in Frankfurt, als sie vor einem Jahr erfuhren, dass wieder eine Sportanlage „König Fußball“ weichen muss. An der Stelle, wo noch das 1991 erbaute Tennis-Stadion für 5000 Zuschauer, weitere Außenplätze und eine Tennishalle stehen, sollen Funktionsräume und Trainingsflächen für die Profis von Eintracht Frankfurt entstehen. Im Gegenzug bot die Stadt an, die Tennis-Vereine bei ihren Investitionen ideell und finanziell zu unterstützen. „Wir wissen um die Wichtigkeit, Tennis flächendeckend im gesamten Stadtgebiet anzubieten. Es ist die drittgrößte Sportart in Frankfurt“, betonte Sportdezernent Markus Frank beim gestrigen Treffen mit den Vertretern der Frankfurter Tennis-Vereine. 4,5 Millionen Euro sollen bis Ende 2018 für Bauprojekte der Tennisvereine bereitgestellt werden. Die Hälfte der Gesamtinvestitionen sollen die Vereine tragen, die Hälfte werden Zuschüsse der Stadt ausmachen.

18 der 42 dem Tennisbezirk Frankfurt angehörenden Vereine haben das Angebot der Stadt angenommen und entsprechende Projekte auf die Beine gestellt. „Ich habe die größte Wertschätzung dafür, dass sich so viele Vereine entschlossen haben, zu investieren. Für uns ist es günstiger, die zu unterstützen, die sich engagieren“, sagte Markus Frank nach der Sitzung.

Es gehe aber nicht nur ums Geld. Im Namen der Stadt erbot sich der Sportdezernent auch, bei logistischen Problemen hilfreich zur Seite zu stehen. Seit fast einem Jahr ist er in ständigen Gesprächen mit den Tennisvereinen, besucht regelmäßig die Anlagen, um sich selbst ein Bild zu machen. „Ohne ihn wäre das Vorhaben nicht durchführbar“, unterstrich Jürgen Hackauff, Geschäftsführer des FTC Palmengarten. „Die Baugenehmigung stand auf der Kippe. Dank der Hilfe von Markus Frank konnten wir die Hürde nehmen“, sagte Carsten Hensel, Sportwart des TC Bergen-Enkheim, anerkennend. „Die Stadt wächst. Wir müssen darauf vorbereitet sein und müssen sehen, dass wir flächendeckend die Sportart anbieten können“, erklärte Reimund Bucher, Vorsitzender des Tennisbezirks Frankfurt.

Die Entwicklung war zuletzt allerdings gegenläufig. Seit 1995 wurden in Frankfurt über 30 Außenplätze und zwölf Hallentennisplätze abgebaut, vier Vereine haben sich in diesem Zeitraum vom Tennis zurückgezogen. Der Sport wird nun aber wieder populärer, vor allem bei der Jugend, die enormen Zuwachs erfährt. Die Mitgliederzahl im Tennisbezirk Frankfurt nimmt seit 2007 jedes Jahr um ein Prozent zu.

Im vergangenen Jahr standen den 11 700 Mitgliedern des Tennisbezirks (38 Prozent davon Jugendliche) 277 Außenplätze und 46 Hallenplätze (davon elf Traglufthallen) zur Verfügung. Dies bedeutet: Es kommt ein Platz auf 48 Mitglieder. Dies ist laut Bucher eine zu große Auslastung. Die Ziele, die sich der Bezirksvorstand diesbezüglich gesetzt hat sind ehrgeizig: Tennis soll nicht nur Leistungs-, sondern auch Breiten- und Familiensport sein mit kurzen Wegen zu den Tennisanlagen in allen Stadtteilen. Die wachsende Einwohnerzahl erfordere eine Intensivierung der Kontakte zu den Ämtern, den Schulen und auch der Vereine untereinander.

Immerhin: Mittlerweile würden die Vereine sich austauschen und sich Tipps geben, zum Beispiel hinsichtlich des Umgangs mit der Unteren Naturschutzbehörde, dem Grünflächenamt oder der Baubehörde. Sollten Schwierigkeiten zutage treten, versprach Markus Frank alles zu tun, was in seiner Macht steht, um den Vereinen bei ihren Vorhaben zu helfen.

Dies haben die Vereine des Tennisbezirk Frankfurt geplant

Bei den Vorhaben, die in der Planung schon weiter gediehen sind, sind die voraussichtlichen Kosten aufgeführt. Bei den restlichen ist es noch offen oder es wurden keine Angaben gemacht.

TC Bergen-Enkheim: Statt einer Zwei-Platz-Traglufthalle soll ein Neubau mit einer festen Drei-Platz-Halle auf dem Gelände der Stadt errichtet werden. Der Erbbauvertrag ist geschlossen, die Baugenehmigung liegt vor.
Kosten: 1,7 Millionen Euro.

TC Cassella: Die alte Traglufthalle soll durch eine neue auf dem vorhandenen Tennisplatz mit einem neuen Belag ersetzt werden. Die Untere Naturschutzbehörde hat aber auf Anfragen noch nicht reagiert. Kosten: 150 000 Euro.

Eintracht Frankfurt: Eine Zwei-Platz-Traglufthalle über den bestehenden Plätzen wurde im Rahmen des Projektes bereits realisiert. Ein weiterer Hartplatz, ein Athletikraum (Bauanträge gestellt) und zwei Sandplätze (Genehmigungsverfahren läuft) sollen noch hinzukommen.

TC Eschersheim: Eine Zwei-Platz-Tennishalle soll auf dem angrenzendem Gelände des Sportamts gebaut werden.
Kosten: 2,2 Millionen Euro.

TG Goldstein: Sanierung der Umkleideräume.
Kosten: 2,1 Millionen Euro.

DJK SW Griesheim: Wiederöffnung eines vierten Platzes.

TV Heimgarten: Das Unterfangen, einen neuen Platz im Huthpark zu bauen, wurde von der Unteren Naturschutzbehörde abgelehnt. Gemeinsam mit der Stadt wird nach Alternativen in der näheren Umgebung gesucht.

Höchster THC: Es soll eine Vier-Platz-Halle gebaut werden, dazu sollen bis zu sieben Außenplätze wegen des Verkaufs von 4100 Quadratmeter des vereinseigenen Geländes neu angelegt werden.
Kosten: 3 Millionen Euro.

TC Zeilsheim: Eine Zwei-Platz-Traglufthalle soll auf den vorhandenen Plätzen errichtet werden. Die Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde liegt vor. Es ist aber auch eine Kooperation mit dem Höchster THC möglich.

TC Niddapark: Ein Tennis-Platz soll für zwei Padel-Tennis-Plätze weichen. Zwei Tennis-Plätze sollen im angrenzenden Gebiet bis zum Parkplatz Niddapark angelegt werden. Das Grünflächenamt hat das abgelehnt.

TSG Nordwest: Die vorhandene Zwei-Platz-Traglufthalle soll durch eine „feste“ Drei-Platz-Halle auf der Anlage ersetzt werden. Dies ist abhängig von der Ausgliederung der Tennis-Abteilung aus dem Gesamtverein und der Gründung eines eigenständigen Tennisclubs. Die Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde liegt vor.

FTC Palmengarten: Bau eines 300 Quadratmeter großen Fitnessbereichs (Kosten: 600 000 Euro) und zwei neuer Freiluftplätze (keine Kostenangabe).

SC 80 Frankfurt: Die Sanierung der Tennishalle wurde im Rahmen der „Tennisoffensive Frankfurt“ bereits abgeschlossen.

TC SW Frankfurt: Erneuerung des Clubhauses. Kosten: 800 000 Euro.

SAFO Frankfurt: Bau einer Drei-Platz-Traglufthalle über bereits vorhandenen Plätzen. Die gemeinsame Nutzung wurde mit den Vereinen SKG, FTV, Goldstein, Schwanheim und Lichtluftbad Frankfurt abgestimmt. Kosten: 80 000 Euro.

SKG Frankfurt: Errichtung einer Zwei-Platz-Traglufthalle auf den vorhandenen Plätzen. Die Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde liegt vor.

Außerdem:

Tennisanlage Lerchesberg: Die Stadt hat sieben Plätze von der Commerzbank gekauft. Das Sportamt bevorzugt eine Anmietung durch einem Tennisclub oder einer Tennis-Schule. Interesse bekundet haben der TC SW Frankfurt und die Tennisschule Mauro Elia, die in der Stadion-Anlage beheimatet war.

TG Bornheim: Der Verein war bislang nicht im Förderprojekt, da er über keine eigenen Plätze verfügt. Von den sechs städtischen Plätzen an der Eissporthalle, wo der Verein spielte, sollen 2018 nur zwei zur Verfügung stehen. Vier weitere Plätze werden noch gesucht. löf

Hier die Folien im PDF-Format:

Stichworte für die Begrüßung.docx-1

Microsoft PowerPoint – Entwurf Präsentation Reimund_Ergänzung Anke-522018-2

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