SACHSENHAUSEN – Italienischer Pächter hat jetzt das Club-Restaurant übernommen

Besim Haxhosaj (l.), den alle nur Kim nennen, ist im Stadtteil kein Unbekannter. Jetzt führt er auch noch das Club-Restaurant beim Sportclub Sachsenhausen Forsthausstraße – kurz Safo. Was nicht nur Tennis-Jugendwart Alexander Engel freut, dem er hier aus einem ausgehöhlten Parmesanrad frische Nudeln auftut.FOTO: sauda
 

An den frisch gestrichenen Wänden hängen noch keine Bilder, die Bar ist noch nicht ganz fertig, die Regale an der Wand hinterm Tresen fehlen noch. Doch die Tische im frisch renovierten Restaurant des Tennis- und Hockeyclubs Safo sind hübsch eingedeckt. Wer sich inspiriert fühlt, kann sich ans Klavier setzen, das seit längerem zum Inventar in dem großen Gastraum mit den hohen stuckverzierten Decken gehört.

Mit Cimino fing alles an

Seit kurzem hat das neue Club-Restaurant „Da Nicola“ geöffnet und bewirtet hungrige Tennisgäste, die in einer der beiden Hallen zuvor die Schläger geschwungen haben. Der Wirt Kim, mit richtigem Namen Besim Haxhosaj, ist leidenschaftlicher Gastronom und im Frankfurter Süden kein Unbekannter: Ende der 90er Jahre eröffnete er die Pizzeria Cimino in der Niederräder Schwarzwaldstraße. Die erste Holzofenpizza im Stadtteil genoss den besten Ruf. Inzwischen hat er dort zudem das Bistro „Da Nicola“ an der Triftstraße/Ecke Schwarzwaldstraße in der ehemaligen Brotecke eröffnet. Und jetzt ist der gebürtige Kosovare zudem Pächter des Safo-Restaurants an der Kennedy-Allee.

„Ich habe das Restaurant nach meinem Sohn Nicola benannt“, sagt er stolz und serviert selbstgemachte Bandnudeln mit Trüffeln und frisch gehobeltem Parmesan. Stilecht aus dem großen Käselaib. „Die Minestrone wird bereits weithin hochgelobt, und die Pizza aus dem neuen Steinofen ist „superkross“, schwärmt der Tennis-Jugendwart Alexander Engel. „Wir sind sehr froh, dass wir Kim haben.“

Zuvor wurden die Safo-Gäste von den Wirten des eritreischen Restaurants Hagos bewirtet. Doch das Lokal lief zwischendurch nicht gut und so entschloss sich der Verein, nach einem neuen Pächter Ausschau zu halten. „Die italienische Küche ist eben sehr gefällig, Pizza und Pasta mag jeder“, sagt Engel. „Und wer dringend ein Schnitzel braucht, bekommt auch das“, versichert er.

Im Sommer wurde monatelang renoviert. Geplant sind noch der Einbau von Flügeltüren im hinteren Teil, um einen abgeschirmten Clubraum zu schaffen. Bis zu 120 Gäste haben insgesamt Platz. „Und die Bar wird spektakulär: Das Wappen des Vereins wird noch darauf montiert, und in die Rundbögen an der Hinterwand wird ein Glasregal mit indirektem Licht eingebaut. Und im Keller richtet sich derzeit die Clubjugend einen eigenen Rückzugsort ein.

Brauerei zahlt den Umbau

Den kostspieligen Umbau hat der Verein mit Hilfe der Radeberger-Brauerei gestemmt, die gegen eine gesicherte Abnahme in den nächsten Jahren die Kosten übernommen hat, erklärt Engel. Die stark in die Jahre gekommene Küche musste auch auf Vordermann gebracht werden. Während der Renovierung stand aber der Betrieb nicht still: Kim eröffnete einen Getränkewagen auf dem Parkplatz, und für Pizza und Pasta richtete er einen extra schnellen Lieferdienst vom „Da Cimino“ in Niederrad ein. „Das lief super“, erinnert sich der Jugendwart. Kim freut sich über das Lob. Er selbst möchte das neue Lokal zum Brummen bringen, ist jeden Tag hier. „Es macht riesigen Spaß“, sagt er.

Safo möchte noch mehr aus dem Restaurantstandort rausholen. Geplant ist, die Terrasse im Obergeschoss wieder auszubauen. „Von dort hat meinen einen herrlichen Blick aufs Geschehen auf den Tennisplätzen“, schwärmt Engel. Auch die Terrasse im Erdgeschoss soll im Sommer mit Tischen und Sitzplätzen bedacht werden. Auch Gäste, die nicht Mitglieder des Vereins sind, sind herzlich willkommen. Bei Turnieren im Sommer ist ohnehin sehr viel los auf dem Platz, bis zu 500 Zuschauer bevölkern das Gelände. Kein Wunder, kann Safo doch mit einigen Stars aufwarten. Die U18 Mannschaften der Mädchen und Jungen belegten den 3. Platz in der Hessenliga. Neo Nietner ist Hallenvizemeister Hessen und trat zuletzt bei der Qualifikation zu den US Open an. Steffi Wehr

Quellenangabe: Frankfurter Neue Presse vom 04.01.2022, Seite 15