Frankfurter Neue Presse, 23.07.2019, Michael Löffler

TC Bergen-Enkheim kommt dem Klassenerhalt einen großen Schritt näher

Für den TC Bergen-Enkheim war das 6:3 in Hanau fast schon die Rettung. Im Spitzenduell agierten die Protagonisten mit einer ähnlichen Spielanlage, nur dass der Peruaner Mauricio Echazu dem Italiener Eduaro Dischinger überlegen war. Ähnliches Tennis gab es auch an Position zwei zu sehen, Hanaus Hessenmeister Joel Link war gegen Ioannis Stergiou aber cleverer. Bergen-Enkheims Leon Hoeveler musste sich erst auf den stark aufschlagenden Caspar Schütze einstellen, dann hatte er ihn im Griff. In den restlichen Einzeln war der jeweilige Sieger (siehe Ergebnisse) klar der bessere Spieler.

Dass die Frankfurter nach dem 3:3-Zwischenstand alle drei Doppel gewannen, lag an der besseren Eingespieltheit ihrer Paare. Spannung brachte das dritte Doppel, in dem die Bergen-Enkheimer bei eigenem Aufschlag im zweiten Satz bei 5:3 und 40:15 zwei Matchbälle vergaben und den Satzausgleich hinnehmen mussten. Im Match-Tiebreak führten Link/Andreas Ainalides 8:7, dann machten Lorenz Heide/Boris Klingebiel drei Punkte in Folge.

Beflügelt durch den Erfolg, brachten die Frankfurter tags drauf den TEVC Kronberg an den Rand einer Niederlage. „Wir haben noch nie gegen Kronberg gewonnen. Diesmal waren wir fast schon durchs Ziel. Stergiou/Hoeveler führten im Match-Tiebreak schon 6:0 und 7:1, gaben dann aber sieben Punkte in Folge ab“, schilderte Sportwart Carsten Hensel die Entscheidung, die zur 4:5-Niederlage führte.

Überraschung verpasst

Echazu unterliefen in seinem Einzel einige Fehler zu viel, Stergiou konnte ein Break im zweiten Satz nicht nutzen, Hoeveler war gegen den sehr stark aufschlagenden Patrick Zahraj ebenso chancenlos wie Heide gegen Routinier Andreas Weber. Klingebiel im Duell zweier Linkshänder gegen David Szeri sowie Maik Steiner, der im besten Match des Tages nach zweieinhalb Stunden Mariano-Alberto Hasenkopf in zwei Sätzen bezwang, verlagerten die Entscheidung in die Doppel. Dort gelang dann dank der starken Leistungen aller drei Bergen-Enkheimer Paare fast noch die Überraschung.

Am drittletzten Spieltag am Mittwoch ist Bergen-Enkheim spielfrei. Am Samstag geht es dann nach Rosbach, am Sonntag kommt Rot-Weiß Sprendlingen zum Rundenfinale nach Enkheim. löf

Quellenangabe: Frankfurter Neue Presse vom 23.07.2019, Seite 26