Bad Vilbel – Die Hessischen Vierer-Meisterschaften wurden wie schon bei den letzten fünf Austragungen eine Beute von Spielern des Frankfurter Golf Club (FGC). Auf der Anlage Lindenhof in Bad Vilbel setzten sich nach zwei Zählspielrunden im Klassischen Vierer Lukas Buller und Tim Opderbeck vor dem routinierten Paar Ludwig Schäfer und Yannic Völker vom GC Neuhof sowie einer weiteren Frankfurterin, Tessa Kremser, die mit Nicolas Eberhard vom Wiesbadener GC Main-Taunus antrat, durch. Um den Titel bewarben sich insgesamt 34 Paarungen.

Buller/Opderbeck konnten nach einer 71er-Runde im zweiten Durchgang zulegen. Sie spielten eine starke 69 (drei Schläge unter dem Platzstandard Par) und beendeten das Turnier mit insgesamt vier Schlägen unter Par. Damit haben in den vergangenen sechs Jahren sechs verschiedene Frankfurter Duos den Hessentitel gewonnen. Nur knapp zurück nach zwei soliden 71er-Runden landeten Kremser/Eberhard mit einem komfortablen sechs Schlägen Vorsprung auf dem Bronze-Platz. Die Frankfurter Titelverteidiger Stefan Wiedergrün/Moritz Muhl waren nicht am Start.

Letzter Spieltag in der Bundesliga

Dafür wird man Wiedergrün ebenso wie die Frankfurter Medaillenträger am Wochenende in der Bundesliga sehen. Die Frankfurter Herren absolvieren ihren letzten Spieltag in Berlin, wo sie gegen den Abstieg kämpfen. Die Frankfurter Damen, die bereits gesichert sind, spielen zum Abschluss in München. löf

Frankfurt – Den anvisierten Klassenerhalt können die Tennisspieler des SC 80 Frankfurt an diesem Samstag klarmachen. Mit 5:4-Siegen bei Sportwelt Rosbach und beim TC Steinbach katapultierte sich der Hessenliga-Neuling auf Rang vier der Tabelle der Gruppe A. Am letzten Spieltag in Sprendlingen reicht nun schon eine nicht zu deutliche Niederlage.

Erstmals setzten die Frankfurter Mirza Basic ein. Der 30-jährige Bosnier (ATP 269), der vor drei Jahren schon 74. der Welt war, ist ein Garant für zwei Punkte. In Rosbach gewann er ebenso souverän wie der Rumäne Stefan Palosi. Im Doppel steuerten die beiden gemeinsam einen weiteren Zähler bei. Den Rest besorgten Cornelius Kolb sowie Philip Stockmar. Kolb lieferte sich mit Ben Griedelbach ein ausgeglichenes Match. Als der Frankfurter zu seinem Satzball im Tiebreak des zweiten Satzes aufschlagen wollte, setzte der Regen ein. Der Schiedsrichter ließ den einen Punkt noch draußen zu, der Match-Tiebreak fand dann in der Halle statt. „Der Teppichbelag lag Cornelius, der sehr gut aufschlug und mit 10:1 klar dominierte“, freute sich Trainer Marco Blohm. Stockmar zeigte die beste Leistung, seitdem er für die „80er“ spielt. Dem gradlinig spielenden Tschechen Daniel Velek, der zuvor neun seiner zehn Hessenligaspiele gewann, begegnete er mit variablen Tennis. Mit Slice-Bällen nahm er geschickt das Tempo raus, um dann mit harten Vorhand-Bällen zuzuschlagen.

Doppel Basic/Palosi macht alles klar

Einen ähnlichen Spielverlauf nahm das Gastspiel in Steinbach. Nur, dass der Gegner hier favorisiert war. Basic bekam es mit dem Italiener Giovanni Oradini zu tun, der die Vorhand hart schlug. Der Bosnier blieb ruhig, breakte den Gegner im jeden Satz einmal. Die sehr aggressiv zur Werke gehenden Stefan Broska und Palosi spielten taktisch ähnlich und sorgten für das beste Match des Tages. Ausschlaggebend war die größere Stabilität des Rumänen. Kolb musste sich im Match-Tiebreak dem Serve-and-Volley spielenden englischen Rasenplatzspezialisten Tadhg Maclean beugen.

Viele lange Ballwechsel kennzeichneten das ausgeglichene Duell zwischen Patrick Mayer und Stockmar, in dem der Frankfurter die größere Coolness und Stabilität an den Tag legte. Hendrik Bertrams unterlag dem Slowaken Tomas Pavlovsky, der im Match-Tiebreak dann den sichereren Eindruck machte. An Position sechs zeigte Christian Marian ein für ihn typisches Spiel. Er rannte jedem Ball hinterher, kämpfte bis zur Erschöpfung und rettete trotz Wadenkrämpfen den Sieg. Zum Doppel konnte er aber nicht mehr antreten. War auch nicht nötig, weil Basic/Palosi in einem gutklassigen Spitzendoppel den gewinnbringenden Sieg errangen. löf

Hessenliga, Herren, Gruppe A

Sportwelt Rosbach – SC 80 Frankfurt 4:5. – Peter Nagy/Ungarn – Mirza Basic/Bosnien 2:6, 1:6, Kai Stetzer – Stefan Palosi/Rumänien 1:6, 0:6, Ben Griedelbach – Cornelius Kolb 7:5, 6:7, 1:10, Magnus Müller – Royi Lasowski 5:7, 7:6, 10:4, Daniel Velek/Tschechien – Philip Stockmar 3:6, 1:6, Csongor Toth/Ungarn – Dorian Frei 6:2, 6:0, NagyToth – Basic/Palosi 3:6, 4:6, Griedelbach/Magnus Müller – Stockmar/Hendrik Bertrams 7:6, 2:6, 10:3, Kai Stetzer/Velek – Frei/Christian Marian 6:2, 6:4.

TC Steinbach – SC 80 4:5. – Giovanni Oradini/Italien – Basic/Bosnien 4:6, 4:6, Florian Broska – Palosi/Rumänien 3:6, 3:6, Tadhg Maclean/England – Kolb 6:4, 3:6, 10:1, Patrick Mayer – Stockmar 3:6, 7:5, 7:10, Tomas Pavlovsky/Slowakei – Bertrams 7:5, 2:6, 10:4, Till Richter – Marian 6:7, 3:6, Oradini/Broska – Basic/Palosi 5:7, 7:6, 5:10, Mayer/Pavlovsky – Lasowski/Frei 7:5, 6:2, Maclean/Richter – Stockmar/Bertrams 6:4, 5:7, 10:6.

Weiter spielten: RW Sprendlingen – BW Wiesbaden 2:7, TEC Darmstadt – TC Steinbach 2:7, Sportwelt Rosbach – BW Wiesbaden 2:7, Darmstadt – RW Sprendlingen 4:5.

Die Tabelle: 1. Blau-Weiß Wiesbaden 8:0 Punkte, 29:7 Matches, 2. Rot-Weiß Sprendlingen 6:2, 19:17, 3. TC Steinbach 4:4, 22:14, 4. SC 80 Frankfurt 4:4, 18:18, 5. TEC Darmstadt 2:6, 11:25, 6. Sportwelt Rosbach 0:8, 9:27.

Hessenliga, Damen

Eintracht Frankfurt – TC Bad Homburg 1:8. – Alesya Yakubovich/Ukraine – Kathleen Kanev 0:6, 0:6, Luise Reisel – Michelé Tongers 2:6, 6:3, 6:10, Anna Depenau – Hannah Nagel 6:7, 2:6, Julia Hacke – Pauline Greta Bruns 6:4, 4:6, 3:10, Clara Kühnle – Gina Feistel 4:6, 4:6, Alina Nagel – Alexandra Bezmenov 2:6, 3:6. – Doppel nicht gespielt, 1:2 gewertet.

SAFO Frankfurt – THC Hanau 5:4. – Tatsiana Sasnouskaya/Weißrussland – Elena Teodora Cadar/Rumänien 3:6, 2:6, Veena Nazar – Denise Torrealba 1:6, 2:6, Lilli Wiedenmann – Vendula Kryslova/Tschechien 1:6, 4:6, Noemi Hemmerich – Kira Baacke 6:0, 6:0, Leora Hemmerich – Rabea Sokol 7:6, 6:2, Paula Wohlers – Julia Altmann 6:0, 6:2, Sasnouskaya/Noemi Hemmerich – Cadar/Kryslova 7:5, 6:3, Klein/Wohlers – Torrealba/Baacke 2:6, 5:7, Leora Hemmerich/Nazar – Sokol/Altmann 6:1, 6:1.

TC Bad Vilbel II – SAFO 5:4. – Julia Terziyska/Bulgarien – Sasnouskaya/Weißrussland 6:2, 6:0, Vivian Wolff – Friderike Klein 6:0, 6:1, Alina Lepper – Wiedenmann 6:2, 6:3, Antonia Pfeiffer – Noemi Hemmerich 1:6, 2:6, Masha Vietmeier – Leora Hemmerich 4:6, 0:6, Finja Mahl – Wohlers 4:6, 2:6, Lepper/Pfeiffer – Klein /Nazar 6:4, 7:5, Terziyska/Mahl – Sasnouskaya/Noemi Hemmerich 2:6, 1:6, Wolff/Vietmeier – Widenmann/Leora Hemmerich 6:0, 6:2.

Weiter spielten: Marburger TC – TEVC Kronberg 2:7, Wiesbadener THC – TC Schwalbach 9:0, TEVC Kronberg – THC Hanau 7:2, Wiesbadener THC – Marburger TC 8:1, TC Bad Homburg – TC Schwalbach 9:0.

Die Tabelle: 1. TC Bad Homburg 8:0 Punkte, 29:7 Matches, 2. TEVC Kronberg 8:0, 26:10, 3. TC Bad Vilbel II 4:2, 12:15, 4. Wiesbadener THC 4:4, 25:11, 5. Marburger TC 4:4, 17:19, 6. SC SAFO Frankfurt 4:4, 16:20, 7. THC Hanau 0:6, 8:19, 8. Eintracht Frankfurt 0:6, 7:20, 9. TC Schwalbach 0:6, 4:23.

Frankfurt – Ein großes Gefälle kennzeichnet die bisherigen Hessenliga-Resultate der Tennis-Spielerinnen des SC SAFO Frankfurt. Die Spielerinnen, die an den Positionen eins bis drei eingesetzt wurden, erreichten eine Bilanz von 0:12-Siegen. Noemi Hemmerich, Leora Hemmerich und Paula Wohlers an den Positionen vier bis sechs kamen hingegen auf 10:2-Siege. Um im vorderen Bereich besser abzuschneiden, erwarten die SAFO-Damen nun für das kommende Wochenende eine Verstärkung aus dem Ausland.

An Position eins spielte bisher die junge Weißrussin Tatsiana Sasnouskaya. Die US-Collegespielerin weilte zuletzt drei Wochen in ihrer Heimat und benötigt noch etwas Spielpraxis. Ohne diese war sie sowohl gegen die für den THC Hanau spielende Rumänin Elena Teodora Cadar als auch gegen das Bad Vilbeler Eigengewächs Julia Terziyska einfach chancenlos. Der Unterschied zwischen dem 5:4-Sieg gegen den THC und dem 4:5 in Bad Vilbel war das Abschneiden des dritten Doppels. Leora Hemmerich/Veena Nazar bezwangen Sokol/Altmann klar, während in Bad Vilbel Leora Hemmerich mit Lilli Wiedenmann gegen Wolff/Vietmeier chancenlos waren. Das beste Match war das erste Doppel gegen Hanau, in dem die vier stärksten Doppelspielerinnen aufeinander trafen. Am Ende entschied, dass Sasnouskaya/Noemi Hemmerich einen Tick besser harmonierten. Dies bestätigte das Duo auch in Bad Vilbel.

Die Zeit von Manns Team kommt noch

Auch wenn Eintracht Frankfurt nach drei Begegnungen noch ohne Punktgewinn da steht, sieht Trainerin Azra Mann keinen Grund zur Panik: „Wir haben gegen die drei stärksten Widersacher gespielt. Nun kommt unsere Zeit.“ Gegen den Titelfavoriten TC Bad Homburg (1:8) verloren die Adlerträgerinnen alle sechs Einzel. Die Doppel wurden nicht gespielt. Zumindest in der Hälfte der Partien waren die Gastgeberinnen nicht völlig chancenlos. Sehr schnelle Ballwechsel gab es zwischen Luise Reisel und Michele Tongers, am Ende gab den Ausschlag, dass die Bad Homburgerin im entscheidenden Moment ein wenig druckvoller spielte. Eine „Marathon-Partie lieferten sich die Routiniers Anna Depenau und Hannah Nagel. Die Frankfurterin, die wegen eines Trauerfalles in der Familie erst ihr erstes Match bestritt, gab ihr Bestes. Sie kämpfte wie immer, doch um die variabler spielende Hannah Nagel spürbarer zu ärgern, hätte sie mehr Spielpraxis gebraucht.

Ihr bestes Spiel im Eintracht-Dress machte Clara Kühne. Sie und Gina Feistel spielen sehr ähnlich: Schnell, gradlinig, ohne Tempowechsel. Kühnle hielt großartig mit, doch im Endergebnis brachte Feistel einige Bälle mehr ins Ziel. michael löffler

Frankfurt – Am heutigen Donnerstag beginnt der 21. „Hauck und Aufhäuser Adler Cup“ von Eintracht Frankfurt, der bis Sonntag am Riederwald ausgespielt wird. Turnierleiter Carsten Müller vermeldet mit 186 Teilnehmern eine sehr stolze Zahl. Bei den Jugendlichen (106 Meldungen) wird bis Samstag in den Altersklassen U10, U12, U14 und U16, männlich wie weiblich, gespielt. Den internationalen Touch verleiht der Veranstaltung die achtköpfige Gruppe aus Israel, die nach einjähriger Abstinenz wieder am Start ist. Am Sonntag wird die U8 als Tagesturnier ausgetragen.

Die Turniere der Damen und Herren werden erst am Sonntag mit den Halbfinal- und Finalspielen entschieden. Bei den Herren wird die Setzliste des 45 Spieler starken Feldes von Lokalmatador und Regionalligaspieler Julien Penzlin angeführt. löf

Quellenangabe: Frankfurter Neue Presse vom 29.07.2021, Seite 27