Gestern vor 30 Jahren gewannen Steffi Graf und Boris Becker beim renommierten Tennisturnier in Wimbledon die jeweiligen Titel im Einzelwettbewerb. Erstmals gingen damit beide Trophäen an deutsche Sieger. Die Bühlerin und der Leimener lösten einen Tennisboom in Deutschland aus, der ungebrochen ist. Auch in Frankfurt.

Tennisvereine investieren zehn Millionen Euro

Frankfurt Sportamt unterstützt den Ausbau der Anlagen – Mehr als 10 000 Spieler gibt es in der Stadt

In den vergangenen Jahren ist die Anzahl der Aktiven in den 42 Frankfurter Tennisvereinen kontinuierlich auf mehr als 10 000 Tennisspieler gestiegen. Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, haben viele Tennisvereine mit großem ehrenamtlichen Engagement und einer Rekordsumme von fast zehn Millionen Euro in den Ausbau einer modernen Tennis-Infrastruktur investiert. Das geht aus einer Antwort von Sportdezernent Markus Frank (CDU) aus der Fragestunde der Stadtverordnetenversammlung hervor. Der CDU-Abgeordnete Johannes Harsche wollte wissen, welche weiteren Maßnahmen zur Förderung des Tennissports für die nächste Zeit geplant sind.

Mit der Gesamtsumme von rund 4,5 Millionen Euro aus Sportfördermitteln wurden und werden die Maßnahmen unterstützt“, so Frank. Nachdem kürzlich der Tennisclub Bergen-Enkheim Richtfest für seine neue Drei-Felder-Traglufthalle feiern konnte, der Tennisclub Cassella in Fechenheim seine neue Zwei-Felder-Traglufthalle bereits in Betrieb genommen hat, sei zum Beispiel die Errichtung eines neuen Tennis-Umkleide- und Funktionsgebäudes des VfL Goldstein in vollem Gange.

In Kürze findet zudem bei der Tennisabteilung von Eintracht Frankfurt die Einweihung eines tennisspezifischen Athletik- und Fitnessbereiches über dem Eingangsbereich der Drei-Felder-Tennishalle statt.

Leichtbauweise

Außerdem werde der Tennisclub Niederursel anstelle der bisherigen Traglufthalle eine neue Drei-Felder-Halle in Leichtbauweise errichten. Der Höchster Tennis-und Hockeyclub wird seine in die Jahre gekommene Tennishalle durch eine neue, feststehende Drei-Felder Halle ersetzen. „Darüber hinaus sind mir drei weitere Tennisvereine bekannt, die vor dem Hintergrund steigender Mitgliederzahlen in den kommenden Jahren in den Ausbau ihrer Tennisinfrastruktur investieren wollen“, sagt Frank.

Außerdem habe die Stadt die Gelegenheit genutzt, die ehemalige Tennisanlage am Nobelring aus einem Erbbaupachtvertrag von der Commerzbank zurückzunehmen, um die Fläche für den Tennissport zu sichern. Nach erfolgter Sanierung der Spielfelder und des Funktionsgebäudes werde die Anlage dem Vereinssport zu Verfügung gestellt.

Der Magistrat wisse das außerordentliche Engagement seiner Sportvereine sehr zu schätzen und unterstützt daher die Vereinsbaumaßnahmen je nach Jugendanteil mit einem Zuschuss von bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtkosten.

Sportstätten entwickeln

„Ohne den herausragenden Einsatz der rund 100 Frankfurter Sportvereine mit eigenen Sportstätten wäre die Vielfalt und Qualität der Sportinfrastruktur in unserer Stadt nicht vorstellbar, insofern wird der Magistrat die Aktivitäten seiner Sportvereine und künftig gerne unterstützen und fördern“, betont der Sportdezernent. Ziel müsse es dabei grundsätzlich sein, den prognostizierten steigenden Einwohnerzahlen in der Stadt Frankfurt mit einer zukunfts- und bedarfsorientierten Weiterentwicklung unserer Sportstätten zu begegnen. Dies gelte sowohl für die Bereitstellung von städtischen Sportanlagen, insbesondere aber auch für die möglichst unbürokratische Förderung des vereinseigenen Sportstättenbaus. red

Quellenangabe: Frankfurter Neue Presse vom 10.07.2019, Seite 15