In den hessischen Verbandsligen sind die Entscheidungen im Titelkampf bereits gefallen.

TK Langen vor der Rückkehr in die Hessenliga

Tennis Nach dem 5:4-Sieg im Topspiel beim SC 80 muss nur noch die „Aufstiegsfrage“ endgültig beantwortet werden

Frankfurt. Ein Spielwochenende steht noch aus, doch die Meister in der Tennis-Verbandsliga der Damen und Herren stehen (so gut wie) fest. Bei den Damen sind Blau-Weiß Bad Camberg und der TC Bad Vilbel II nicht mehr einzuholen. Dies gilt auch für die Herren des TC Steinbach. Und die Herren des TK Langen benötigen nur noch einen Pflichtsieg gegen den punktlosen Tabellenletzten SC SAFO Frankfurt II (0:12 Punkte/1:53 Matches).

Die Tatsache, dass die beiden aus der Hessenliga vor einem Jahr abgestiegenen Herren-Teams erheblich geschwächt gegenüber dem Vorjahr sofort wieder die Rückkehr in die höchste Landesklasse gelingt, verdeutlicht den sehr großen Unterschied zwischen beiden Ligen. Dies zeigte auch das Abschneiden der beiden Neulinge in der abgelaufenen Hessenliga-Runde. Das Team von Sportwelt Rosbach hat sich mit lediglich einem Sieg nur dank des Aufstiegs von Eintracht Frankfurt in die Regionalliga Südwest gerettet, der THC Hanau ist sieglos gleich wieder abgestiegen.

„Die Bedingungen sind uns schon klar“, erklärt Alexander Schubert, Kapitän des TK Langen, warum der vor einem Jahr freiwillig aus der Hessenliga abgestiegene Verein noch nicht endgültig entschieden hat, das Aufstiegsrecht wahrzunehmen. „Die Tendenz geht aber dorthin“, unterstreicht Schubert, der als einziger aus dem Team schon Hessenliga-Erfahrung besitzt. „Wenn wir es nicht tun, wie sollen wir dann unsere Talente motivieren, weiter für uns zu spielen.“ Geld für teure Verstärkungen ist nicht vorhanden, man würde mit einer nur geringfügig veränderten Mannschaft in der Hessenliga antreten. „Wir setzen uns noch zusammen. Ich werde den Jungs erklären, dass wir nur gegen den Abstieg spielen und es sehr schwer sein wird“, so Schubert. „Aber vielleicht müssen die Jungs diese Erfahrung selber machen. Wenn sie es wollen, werden wir hoch gehen.“

Neuer Versuch in 2020

Im Prinzip perfekt gemacht haben die Langener den Aufstieg am Sonntag mit dem 5:4-Erfolg im Spitzenduell beim bis dahin punktgleichen SC 80 Frankfurt. „Wir sind schon enttäuscht. Aber die Mannschaft bleibt beisammen und will es nächstes Jahr erneut versuchen“, erzählt der „80er“-Trainer Dominic Metzger.

Für das entscheidende Match hatten die Frankfurter das aus langjährigen „80ern“ zusammengesetzte Team mit dem argentinischen Profi Nicolas Alberto Arreche verstärkt. „Er hat auf der ganzen Linie enttäuscht“, sagt Metzger über die Nummer 580 der Weltrangliste. Der 25-Jährige kam direkt aus seiner argentinischen Heimat, wirkte bei seinem ersten Match in einer deutschen Liga sehr nervös. Ihm unterliefen bei der Einzel-Niederlage gegen den Tschechen Andrew Paulson und vor allem im Doppel zu viele „unforced errors“ (unerzwungene Fehler).

Die spannendsten Einzel-Duelle lieferten sich Neal Lasowski und Yannic Köhne sowie Cornelius Kolb und Robert Constantinovici. Lasowski führte im dritten Satz 5:3, setzte zwei Matchbälle mit der Vorhand ins Aus, wehrte dann beim Stand von 5:5 selbst drei Breakbälle ab und verwandelte nach 3:20 Stunden seinen dritten Matchball. Kolb führte gegen den sehr starken Langener in beiden Sätzen 4:1, musste sich aber am Ende dem solideren Spiel des Rumänen beugen. Die Entscheidung fiel im dritten Doppel. Während die Gäste im Match-Tiebreak clever die Bälle im Spiel hielten, riskierte das bis dahin unbesiegte „80er“-Paar Lasowski/Christian Marian zu viel. löf

SC 80 Frankfurt – TK Langen 4:5. – Nicolas Alberto Arreche/Argentinien – Andrew Paulson/Tschechien 6:7, 1:6, Neal Lasowski – Yannic Köhne 6:4, 3:6, 7:5, Philip Stockmar – Alexander Schubert 6:3, 6:3, Hendrik Bertrams – Tim Köbler 3:6, 6:7, Cornelius Kolb – Robert Constantinovici/Rumänien 4:6, 6:7, Christian Marian – Raphael Bergmann 6:1, 6:3, Arreche/Kolb – Paulson/Schubert 0:6, 2:6, Stockmar/Bertrams – Köhne/Berghaus 6:7, 6:2, 10:7, Lasowski/Marian – Köbler/Konstantinovici 6:4, 2:6, 2:10.

Quellenangabe: Frankfurter Neue Presse vom 28.08.2019, Seite 26

Der TBF gratuliert recht herzlich.