Auf die „Tennisoffensive Frankfurt“ und die „Tennisoffensive Bad Homburg“ (Wimbledon kommt näher) folgt da jetzt die „Tennisoffensive Hochheim“ (Boris-Becker-Academy in Hochheim) ?

Auf die „Tennisoffensive Frankfurt“ folgt die „Tennisoffensive Bad Homburg“. Wimbledon ganz nah!!

Artikel aus er FNP vom 13.09.2019

Wir- der Tennisbezirk Frankfurt und seine Vereine – bedanken sich bei dem All
England Lawn Tennis and Crocket Club (AELTC), der Stadt Bad Homburg, der
Kur- und Kongreß-GmbH Bad Homburg, dem Tennis Club Bad Homburg, dem Homburger Turngemeinde (HTG) und dem Sportland Hessen für diese tolle Werbung für den Tennissport. Die Region Rhein-Main und deren Vereine werden bei ihrer Werbung für den Tennissport mit dem Spruch „Tennis ist toll und Tennis ist der Familiensport“ mit diesem Event in den nächsten vier Jahren aktiv unterstützt werden.
Hier der Text des Artikels:
Freitag, 13. September 2019, Frankfurter Neue Presse /
Hessen

Das Stadtparlament hat gestern Abend dem Vertragswerk
zur Ausrichtung eines Wimbledon-Vorturniers im Bad
Homburger Kurpark zugestimmt. Damit kann die
Vereinbarung zwischen Ausrichter, Stadt und diversen
weiteren Beteiligten heute unterzeichnet werden.
Vorausgegangen war eine wochenlange Diskussion in der
Kurstadt – und zum Finale ein leidenschaftliches Plädoyer
des Oberbürgermeisters.


VON MATTHIAS KLIEM

Tennis-Stars können kommen

Sport Stadtparlament macht Weg für Wimbledon-
Vorturnier frei – Vertrag soll heute unterzeichnet werden

Die geschichtsträchtige Anlage im Homburger Kurpark wird im kommenden
Juni Schauplatz eines weltweit beachteten Tennis-Spektakels. Foto: Joachim
Storch

Bad Homburg: Es ist angerichtet. Am Donnerstagabend hat
das Stadtparlament mit großer Mehrheit ein Vertragswerk
abgesegnet, das die Kurstadt weltweit in die Schlagzeilen
bringen wird. Wenn vom 20. bis 27. Juni 2020 mehrere
Weltklasse-Tennisspielerinnen im Kurpark aufschlagen
werden, dann wird dieses Spektakel in rund 120 Länder
gesendet werden. Die Austragung eines Vorturniers für das
legendäre Damen-Turnier in Wimbledon dürfte den
Bekanntheitsgrad der Taunus-Stadt stark erhöhen – dennoch
wurde das Thema in Politik und Bevölkerung über Wochen
kontrovers diskutiert.

Gestern Abend dann die Entscheidung: Während drei von
sechs Grünen-Abgeordneten gegen das umfassende
Vertragswerk stimmten und die BLB-Fraktion sich enthielt,
votierten die übrigen Parlamentarier dafür. Schon am
heutigen Freitag soll die Vereinbarung von Vertretern des All
England Lawn Tennis and Crocket Club (AELTC), der Stadt, der
Kur- und Kongreß-GmbH, des Tennis Clubs Bad Homburg
und der Homburger Turngemeinde (HTG) unterzeichnet
werden. Darin ist festgelegt, dass in Bad Homburg bis 2024
jährlich das Vorturnier zum WTA-Turnier in Wimbledon
ausgetragen wird, welche Flächen dafür zur Verfügung
gestellt werden und wer welchen Teil der Kosten trägt.

„Einmalige Chance“

In der Sitzung der Stadtverordneten im Bürgerhaus Kirdorf
wurde schnell klar, dass in der Homburger Politik eine breite
Mehrheit hinter dem Projekt steht. FDP-Fraktionschef Philipp
Herbold forderte die Parlamentarier auf, mutig zu sein und
die sich bietende Gelegenheit zu ergreifen. Für die SPD
machte Jürgen Stamm deutlich, dass die Risiken
überschaubar seien und der Beneft „erheblich größer“. Die
leidenschaftlichste Rede aber hielt OB Alexander Hetjes
(CDU), der von einer einmaligen Chance sprach – zumal die
Kurstadt bislang viel zu wenig aus ihrer großen Tennis-
Historie gemacht habe. Auch BLB-Fraktionschef Armin
Johnert stellte nicht in Abrede, dass sich Homburg eine große
Chance biete. Die Enthaltung seiner Fraktion begründete er
unter anderen mit ofenen Fragen bezüglich der
Verkehrslenkung. Die Grünen machten derweil fehlende
Transparenz bei den „tatsächlichen“ Kosten für ihr
uneinheitliches Abstimmungsverhalten geltend.

Die vorangegangene Diskussion in Politik und Bevölkerung
hatte sich vor allem an baulichen Maßnahmen und
befürchteten Beeinträchtigungen für Anwohner entzündet.
Zwischenzeitlich war geplant, Ersatzplätze für den
beeinträchtigten Tennis Club (TC) auf der Spielbank-Garage
zu errichten. Dagegen hatten sich Betreiber und Bewohner
des angrenzenden Senioren-Wohnheims gewandt. Sogar eine
Unterschriftenaktion gegen Sandplätze und Traglufthalle auf
dem Parkhaus-Dach war gestartet worden. Die Pläne wurden
schließlich fallengelassen.

Ein weiteres großes Hindernis war dann am Dienstag dieser
Woche aus dem Weg geräumt worden. Die Stadt einigte sich
mit dem Landesamt für Denkmalpfege und der Unteren
Wasserschutzbehörde über die Errichtung zweier zusätzlicher
Rasenplätze im Kurparkbereich. Demnach sollen die beiden
Plätze, die als Turnierplätze zusätzlich zum Center-Court auf
dem Gelände des TC Bad Homburg notwendig sind, nun am
Rande des Kurparks angelegt werden (siehe auch Box). Im
Gespräch war zuvor auch eine Fläche vor der berühmten
Thai-Sala, die vor allem der Denkmalschutz als kritisch
betrachtete.

Kerber als Botschafterin

Der AELTC ist zusammen mit der Schweizer Agentur Perfect
Match und dem Management der deutschen Spitzenathletin
Angelique Kerber Veranstalter des Homburger Turniers. Die
ehemalige Nummer eins der Weltrangliste, die Siege in
Wimbledon, bei den Australien Open und den US Open
vorzuweisen hat, soll denn auch als „Turnierbotschafterin“ für

die Wettkämpfe in Bad Homburg fungieren und natürlich
auch selbst antreten.

Die Kurstadt bietet sich nicht zuletzt aufgrund ihrer großen
Tennis-Historie als Austragungsort an. Schon im Jahr 1876
hatten hier englische Kurgäste Bälle über das Netz gespielt.
Der Tennisplatz im Kurpark, auf dem sich heute die Anlage
des Tennis Clubs Bad Homburg befndet, ist somit der älteste
auf dem europäischen Kontinent.


Fragen & Antworten

Wo wird gespielt?

Für das eigentliche Vorturnier werden drei Rasenplätze
benötigt. Der Center Court wird sich auf der Anlage des
Tennis Clubs im Kurpark befnden, zwei weitere Rasenplätze
sollen auf einem Rasen zwischen Kisselefstraße, Paul-Ehrlich-
Weg und Kaiser-Wilhelms-Bad angelegt werden.

Wo wird trainiert?

Für das Training der Spielerinnen während des Turniers
werden drei weitere Rasenplätze benötigt. Sie sollen auf dem
Gelände der Homburger Turngemeinde am Niederstedter
Weg angelegt werden.

Welche Kosten entstehen?

Die Stadt geht für die Errichtung der sechs Plätze von Kosten
in Höhe von über 1,4 Millionen Euro aus. Davon trägt der
Veranstalter AELTC den Großteil. Der Anteil von Land und
Stadt ist auf 550 000 Euro gedeckelt, wobei der städtische
Beitrag (maximal 250 000 Euro) aus den Erlösen der
Spielbank gezahlt wird. Noch nicht bezifert sind die
Ausgaben für die Ersatzplätze für den Tennis Club.

Was hat es mit den Ersatzplätzen für den Tennis Club auf
sich?

Weil durch das Turnier der eigentliche Spielbetrieb über
mehrere Wochen stark beeinträchtigt ist und zudem ein
Spielfeld auf der Anlage des Tennis Clubs dauerhaft in einen
Rasenplatz umgewandelt werden soll und damit für den
Wettkampfbetrieb (bei dem auf einheitlichem Untergrund
gespielt werden muss) ausfällt, soll Ersatz „in fußläufger
Nähe“ geschafen werden. Dafür ist die Fläche vorgesehen,
auf der sich zurzeit der Parkplatz von Kur Royal Aktiv und
Tennis Club befindet. Die Überlegung, die Ersatzplätze auf
dem Dach des Spielbank-Parkhauses anzulegen, wurde ad
acta gelegt