Der unauffällige Gigant

Frankfurt Mit einem sympathischen Lächeln auf den Lippen betritt er die Tennisanlage des TC Schwarz-Weiss Frankfurt. Ein kleiner, zierlicher, unauffällig wirkender Mann. Der ebenso unauffällig Tennis spielt. Und in Kürze 80 wird.

Doch der Schein trügt. Peter Pokorny ist ein Gigant. Seine Gegner sind oft verblüfft. Ihr Gegenüber hat keinen Hammeraufschlag, spielt keine harten „Schüsse“ von der Grundlinie. Und dennoch ergeht es den meisten, wie diesmal Hessenmeister Manfred Debus, der beim Herren75-Punktspiel am Riedhofweg der für den TC Palmengarten spielenden Legende 0:6, 1:6 unterlag.

„Ich hatte das Glück, kaum verletzt gewesen zu sein. Ich bin gesund und fit. Das ist wichtig. Wenn du nicht richtig laufen kannst, ist es vorbei. Mein Bewegungsapparat funktioniert nach wie vor gut. Neben der Fitness lebe ich von meiner langjährigen Erfahrung. Ich kann das Spiel des Gegners gut lesen. Tennis ähnelt ein wenig dem Schachspiel. Man muss den nächsten Zug des Gegners erahnen“, erklärt Peter Pokorny sein Erfolgsrezept.

Und dass er dies auch umsetzen kann, beweisen seine Resultate. Nachdem der Linkshänder 1983 mit 42 Jahren noch das Finale bei den Österreichischen Hallen-Meisterschaften der Herren erreichte, wechselte er 1986 auf die ITF-Senioren-Tour (damals ab 45 Jahren). Im ersten Jahr unterlag er nur einmal: im Finale der Weltmeisterschaft. Seit dieser Niederlage verlor Pokorny von rund 1000 Matches nur 34. Das bedeutet, dass er 97 Prozent seiner Begegnungen gewann.

Kein Tennisspieler der Welt hat mehr Titel gesammelt als der Österreicher, dem im Rahmen des letztjährigen Wimbledon-Turniers als erst viertem Preisträger der ITF Seniors Lifetime Achievement Award übergeben wurde. Zehn Einzel- sowie zehn Team-WM-Titel sind dafür erforderlich.

Eine Marke, die Peter Pokorny locker übertraf. 40 Mal wurde der Grazer Weltmeister (je zwölfmal im Einzel, Doppel und Team, viermal im Mixed). Europameistertitel sammelte er an die 100, allein 40 im Herren-Einzel.

Vom „Playboy“ angesprochen

Pokorny wurde als weltweit einziger Spieler in allen Alterskategorien an Position eins der Weltrangliste geführt. Vor einer Woche wurde er von Mitarbeitern des Playboy-Magazins angesprochen, um eine Geschichte über ihn zu veröffentlichen. „Ich habe eigentlich nichts zu erzählen. Bin alt. Habe alles vergessen“, sagt Peter Pokorny mit seinem österreichischen Humor lächelnd.

Dabei hat er so viel zu erzählen. Tennis spielte in seinem Leben schon immer eine große Rolle. Seine Karriere begann schon früh. Mit seinem als Balljunge verdienten Geld kaufte er sich mit sechs Jahren seinen ersten Tennisschläger. Mit 14 wurde er steirischer U18-Vizemeister, zwei Jahre später nahm Pokorny als österreichischer Jugend-Meister an der U18-Europameisterschaft teil.

In Matches gegen Wilhelm Bungert und Christian Kuhnke hatte er dabei seine ersten Begegnungen mit deutschem Tennis. Als 18-jähriger spielte er erstmals in Wimbledon (Junioren-Konkurrenz). „Der Rasen und ich, das hat nie gepasst“, sagt Pokorny dazu. 1963 – also mit 23 Lenzen – feierte er gegen Israel seine Premiere im österreichischen Daviscup-Team, dem er danach zehn Jahre lang angehörte. 1970 feierte er dabei einen 3:2-Sieg über Großbritannien, ein Jahr später unterlag „Austria“ knapp gegen Deutschland, wobei Pokorny gegen Bungert, den Wimbledon-Finalisten von 1967, nach vergebenen Matchbällen in fünf Sätzen unterlag. 25 Mal wurde der Grazer österreichischer Meister, 1973 in Bremen Internationaler Deutscher Hallen-Meister.

Ein Jahr zuvor baute er in Graz ein Tenniszentrum mit elf Hallenplätzen. Dort spielt er bis heute täglich zwei bis drei Stunden. „Die Halle ist das einzige am Tennis, womit ich Geld verdiene“, versichert der Österreicher. „Zu meiner aktiven Zeit war es nicht wie heute. Es reichte schon, Trainerstunden zu geben und man wurde von der Tour ausgeschlossen, musste in den Profi-Zirkus wechseln. Dort konnte man Geld verdienen. Wir waren aber reine Amateure, mussten alles selbst bezahlen. Mit uns fuhren keine Trainer, Betreuer, Physiotherapeuten oder Familienmitglieder. Das konnten wir uns nicht leisten. Wenn es bei einer Siegerehrung Häppchen gab, waren wir froh, eine Mahlzeit sparen zu können.“

Reich wurde Pokorny auch als Tennis-Senior nicht. Es ist aber bekannt, dass deutsche Vereine in allen Alterskategorien namhaften Stars die Auftritte mit bis zu fünfstelligen Beträgen schmackhaft machen. Pokorny bestreitet seit Jahren für deutsche, österreichische und Vereine anderer Länder Ligaspiele.

„Außer Spesen nichts gewesen“, beteuert der Spieler, was auch die Teamführung beim TC Palmengarten bestätigt. „Ich bekomme den Flug aus Graz bezahlt, habe hier den Aufenthalt frei“, sagt Pokorny, der jetzt eine Woche in Frankfurt verbringt, um die Stadt kennen zu lernen. „Bis jetzt kannte ich nur den Flughafen und den Tennisplatz.“

Die Woche will er hier mit seinem älteren Sohn verbringen, der wie der Rest der Familie gut Tennis spielt.

„Die Familie muss auf mich schon öfter verzichten. Ich spiele neben den Ligaspielen zwölf bis 14 Turniere jährlich.“ Geldpreise gibt es bei diesen Turnieren nicht. Höchstens Einladung mit Hospitality fürs nächste Jahr. Angesichts der Corona-Pandemie finden aber keine Turniere statt. „Schade. So droht mir, dass selbst dieses ,Preisgeld‘ verfallen würde.“ michael löffler

Quellenangabe: Frankfurter Neue Presse vom 04.07.2020, Seite 29

Spatenstich für die BB International Tennis Academy in Hochheim

Mit großer Beteiligung der Medien wurde am 18.06. 2020 der Spatenstich zu BB Academy vollzogen. Der Ehrgeiz ist groß, denn schon im Oktober 2020 soll der erste Bauabschnitt mit der Fertigstellung der ersten 8-Platzhalle für den Spielbetrieb freigegeben werden.

Der offizielle Spatenstich

Boris Becker beim Gespräch mit der Presse

Die offizielle Pressemitteilung


Frankfurter Neue Presse vom 19.06.2020

TENNISBEZIRK FRANKFURT SPENDET 500,00 € AN DIE LEBERECHT-STIFTUNG FRANKFURT

Unermüdlich in Sammellaune zeigte sich Reimund Bucher – Vorsitzender Tennisbezirk Frankfurt – bei den letzten TBF-Weihnachtsaktivitäten. Getreu seines Mottos „Wer nehmen will – muss auch geben!“ warb er mit dem Bembel in der Hand bei Gästen und Freunden um Unterstützung zu Gunsten der LEBERECHT-STIFTUNG als eine der ältesten Hilfsaktionen deutscher Zeitungen. Im Frankfurter Raum stehen ehrenamtlich Mitarbeitende von Frankfurter Neue Presse, Höchster Kreisblatt, Nassauische Neue Presse, Taunus Zeitung und Rüsselsheimer Echo. Bucher versteht die Spendenaktion als Dank für die gute Zusammenarbeit mit der FNP – Frankfurter Neue Presse, die in 2019 sehr umfangreich über den Tennissport in Frankfurt berichtet hat.

Der stolze Betrag von 500,00 Euro wurde gestern -am 30.12.2019- auf das Konto der Lebrecht-Stiftung überwiesen. Herzlichen Dank an alle, die diese Aktion unterstützt haben.

Seit 70 Jahren macht sich die gemeinnützige LEBERECHT-Stiftung stark für behinderte und benachteiligte Kinder und Jugendliche und ihre Eltern. Das Ziel hat sich in dieser langen Zeit nie geändert: Vom Schicksal benachteiligten Kindern und ihren Familien ein Stück Lebensqualität schenken. Dank zahlreicher Spenden engagierter Menschen aus der Region kann die LEBERECHT-Stiftung institutionelle und private Projekte unterstützen. Von der LEBERECHT-Stiftung gefördert werden zum Beispiel Therapie-Angebote wie Reittherapie und Musiktherapie oder die Anschaffung behindertengerechter Fahrzeuge – vom Dreirad bis zum Kleinbus. Tätig ist die LEBERECHT-Stiftung im Verbreitungsgebiet der Frankfurter Neuen Presse und ihrer Regionalausgaben.

Auf die „Tennisoffensive Frankfurt“ und die „Tennisoffensive Bad Homburg“ (Wimbledon kommt näher) folgt da jetzt die „Tennisoffensive Hochheim“ (Boris-Becker-Academy in Hochheim) ?

Auf die „Tennisoffensive Frankfurt“ folgt die „Tennisoffensive Bad Homburg“. Wimbledon ganz nah!!

Artikel aus er FNP vom 13.09.2019

Wir- der Tennisbezirk Frankfurt und seine Vereine – bedanken sich bei dem All
England Lawn Tennis and Crocket Club (AELTC), der Stadt Bad Homburg, der
Kur- und Kongreß-GmbH Bad Homburg, dem Tennis Club Bad Homburg, dem Homburger Turngemeinde (HTG) und dem Sportland Hessen für diese tolle Werbung für den Tennissport. Die Region Rhein-Main und deren Vereine werden bei ihrer Werbung für den Tennissport mit dem Spruch „Tennis ist toll und Tennis ist der Familiensport“ mit diesem Event in den nächsten vier Jahren aktiv unterstützt werden.
Hier der Text des Artikels:
Freitag, 13. September 2019, Frankfurter Neue Presse /
Hessen

Das Stadtparlament hat gestern Abend dem Vertragswerk
zur Ausrichtung eines Wimbledon-Vorturniers im Bad
Homburger Kurpark zugestimmt. Damit kann die
Vereinbarung zwischen Ausrichter, Stadt und diversen
weiteren Beteiligten heute unterzeichnet werden.
Vorausgegangen war eine wochenlange Diskussion in der
Kurstadt – und zum Finale ein leidenschaftliches Plädoyer
des Oberbürgermeisters.


VON MATTHIAS KLIEM

Tennis-Stars können kommen

Sport Stadtparlament macht Weg für Wimbledon-
Vorturnier frei – Vertrag soll heute unterzeichnet werden

Die geschichtsträchtige Anlage im Homburger Kurpark wird im kommenden
Juni Schauplatz eines weltweit beachteten Tennis-Spektakels. Foto: Joachim
Storch

Bad Homburg: Es ist angerichtet. Am Donnerstagabend hat
das Stadtparlament mit großer Mehrheit ein Vertragswerk
abgesegnet, das die Kurstadt weltweit in die Schlagzeilen
bringen wird. Wenn vom 20. bis 27. Juni 2020 mehrere
Weltklasse-Tennisspielerinnen im Kurpark aufschlagen
werden, dann wird dieses Spektakel in rund 120 Länder
gesendet werden. Die Austragung eines Vorturniers für das
legendäre Damen-Turnier in Wimbledon dürfte den
Bekanntheitsgrad der Taunus-Stadt stark erhöhen – dennoch
wurde das Thema in Politik und Bevölkerung über Wochen
kontrovers diskutiert.

Gestern Abend dann die Entscheidung: Während drei von
sechs Grünen-Abgeordneten gegen das umfassende
Vertragswerk stimmten und die BLB-Fraktion sich enthielt,
votierten die übrigen Parlamentarier dafür. Schon am
heutigen Freitag soll die Vereinbarung von Vertretern des All
England Lawn Tennis and Crocket Club (AELTC), der Stadt, der
Kur- und Kongreß-GmbH, des Tennis Clubs Bad Homburg
und der Homburger Turngemeinde (HTG) unterzeichnet
werden. Darin ist festgelegt, dass in Bad Homburg bis 2024
jährlich das Vorturnier zum WTA-Turnier in Wimbledon
ausgetragen wird, welche Flächen dafür zur Verfügung
gestellt werden und wer welchen Teil der Kosten trägt.

„Einmalige Chance“

In der Sitzung der Stadtverordneten im Bürgerhaus Kirdorf
wurde schnell klar, dass in der Homburger Politik eine breite
Mehrheit hinter dem Projekt steht. FDP-Fraktionschef Philipp
Herbold forderte die Parlamentarier auf, mutig zu sein und
die sich bietende Gelegenheit zu ergreifen. Für die SPD
machte Jürgen Stamm deutlich, dass die Risiken
überschaubar seien und der Beneft „erheblich größer“. Die
leidenschaftlichste Rede aber hielt OB Alexander Hetjes
(CDU), der von einer einmaligen Chance sprach – zumal die
Kurstadt bislang viel zu wenig aus ihrer großen Tennis-
Historie gemacht habe. Auch BLB-Fraktionschef Armin
Johnert stellte nicht in Abrede, dass sich Homburg eine große
Chance biete. Die Enthaltung seiner Fraktion begründete er
unter anderen mit ofenen Fragen bezüglich der
Verkehrslenkung. Die Grünen machten derweil fehlende
Transparenz bei den „tatsächlichen“ Kosten für ihr
uneinheitliches Abstimmungsverhalten geltend.

Die vorangegangene Diskussion in Politik und Bevölkerung
hatte sich vor allem an baulichen Maßnahmen und
befürchteten Beeinträchtigungen für Anwohner entzündet.
Zwischenzeitlich war geplant, Ersatzplätze für den
beeinträchtigten Tennis Club (TC) auf der Spielbank-Garage
zu errichten. Dagegen hatten sich Betreiber und Bewohner
des angrenzenden Senioren-Wohnheims gewandt. Sogar eine
Unterschriftenaktion gegen Sandplätze und Traglufthalle auf
dem Parkhaus-Dach war gestartet worden. Die Pläne wurden
schließlich fallengelassen.

Ein weiteres großes Hindernis war dann am Dienstag dieser
Woche aus dem Weg geräumt worden. Die Stadt einigte sich
mit dem Landesamt für Denkmalpfege und der Unteren
Wasserschutzbehörde über die Errichtung zweier zusätzlicher
Rasenplätze im Kurparkbereich. Demnach sollen die beiden
Plätze, die als Turnierplätze zusätzlich zum Center-Court auf
dem Gelände des TC Bad Homburg notwendig sind, nun am
Rande des Kurparks angelegt werden (siehe auch Box). Im
Gespräch war zuvor auch eine Fläche vor der berühmten
Thai-Sala, die vor allem der Denkmalschutz als kritisch
betrachtete.

Kerber als Botschafterin

Der AELTC ist zusammen mit der Schweizer Agentur Perfect
Match und dem Management der deutschen Spitzenathletin
Angelique Kerber Veranstalter des Homburger Turniers. Die
ehemalige Nummer eins der Weltrangliste, die Siege in
Wimbledon, bei den Australien Open und den US Open
vorzuweisen hat, soll denn auch als „Turnierbotschafterin“ für

die Wettkämpfe in Bad Homburg fungieren und natürlich
auch selbst antreten.

Die Kurstadt bietet sich nicht zuletzt aufgrund ihrer großen
Tennis-Historie als Austragungsort an. Schon im Jahr 1876
hatten hier englische Kurgäste Bälle über das Netz gespielt.
Der Tennisplatz im Kurpark, auf dem sich heute die Anlage
des Tennis Clubs Bad Homburg befndet, ist somit der älteste
auf dem europäischen Kontinent.


Fragen & Antworten

Wo wird gespielt?

Für das eigentliche Vorturnier werden drei Rasenplätze
benötigt. Der Center Court wird sich auf der Anlage des
Tennis Clubs im Kurpark befnden, zwei weitere Rasenplätze
sollen auf einem Rasen zwischen Kisselefstraße, Paul-Ehrlich-
Weg und Kaiser-Wilhelms-Bad angelegt werden.

Wo wird trainiert?

Für das Training der Spielerinnen während des Turniers
werden drei weitere Rasenplätze benötigt. Sie sollen auf dem
Gelände der Homburger Turngemeinde am Niederstedter
Weg angelegt werden.

Welche Kosten entstehen?

Die Stadt geht für die Errichtung der sechs Plätze von Kosten
in Höhe von über 1,4 Millionen Euro aus. Davon trägt der
Veranstalter AELTC den Großteil. Der Anteil von Land und
Stadt ist auf 550 000 Euro gedeckelt, wobei der städtische
Beitrag (maximal 250 000 Euro) aus den Erlösen der
Spielbank gezahlt wird. Noch nicht bezifert sind die
Ausgaben für die Ersatzplätze für den Tennis Club.

Was hat es mit den Ersatzplätzen für den Tennis Club auf
sich?

Weil durch das Turnier der eigentliche Spielbetrieb über
mehrere Wochen stark beeinträchtigt ist und zudem ein
Spielfeld auf der Anlage des Tennis Clubs dauerhaft in einen
Rasenplatz umgewandelt werden soll und damit für den
Wettkampfbetrieb (bei dem auf einheitlichem Untergrund
gespielt werden muss) ausfällt, soll Ersatz „in fußläufger
Nähe“ geschafen werden. Dafür ist die Fläche vorgesehen,
auf der sich zurzeit der Parkplatz von Kur Royal Aktiv und
Tennis Club befindet. Die Überlegung, die Ersatzplätze auf
dem Dach des Spielbank-Parkhauses anzulegen, wurde ad
acta gelegt